Schwimmen- beachtet die Regeln! So könnt ihr ohne Sorgen ins kühle Nass!

Schwimmen- beachtet die Regeln! So könnt ihr ohne Sorgen ins kühle Nass!

Schwimmen- beachtet die Regeln! So könnt ihr ohne Sorgen ins kühle Nass!
Schwimmen und Wassersport Sport

Schwimmen will gelernt sein, damit es bei Spass und Freude bleibt

Geschichtliche Hintergründe des Schwimmens

Bereits vor über 400 Jahren erkannten die Menschen die positiven Auswirkungen vom Schwimmen. Ungefähr zu dieser Zeit, also im 16. Jahrhundert, wurden auch die unterschiedlichen Schwimmtechniken entwickelt. Das Schwimmen gehört als Disziplin zu den Olympischen Spielen und wurde von Anfang an ins Programm aufgenommen. Seit 1896 ist das Schwimmen also bereits als olympische Disziplin anerkannt, wobei sich mit der Zeit mehrere unterschiedliche Unter-Sportarten daraus entwickelten wie:
– das Langstreckenschwimmen
– das Hindernisschwimmen

Schwimmen in der Schule

Schwimmen für Grundschüler ist im Rahmen des Sportunterrichts Pflicht. Spätestens bis zum Ende der Klassenstufe 3 sollten die Kinder das Schwimmen erlernen. Dabei sorgt die Schule für die Hin- und Rückfahrt von der Schule zum Schwimm- oder Freibad. Mindestens 2 Aufsichtspersonen sind zur Begleitung und Aufsicht beim Schwimmen vorgesehen. Im Schwimmunterricht ist es zum Teil möglich die Schwimmabzeichen abzulegen. Das Schwimmen im Rahmen des Sportunterrichts ist in jedem Fall für die Schüler kostenlos.

Abzeichen beim Schwimmen

Seepferdchen (Frühschwimmer)

Besonders eifrige Schwimmer unter den Kindern können ihr Seepferdchen bei verschiedenen Anbietern machen. dabei muss das Kind 25 Meter schwimmen, einen Sprung vom Beckenrand machen und einen Gegenstand aus schultertiefen Wasser heraufholen.

Schwimmabzeichen Bronze, Silber und Gold ( Jugendschwimmabzeichen)

Kinder und Jugendliche können ihre Schwimmabzeichen in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden in verschiedenen Kursen oder beim von den Schulen angebotenen Schwimmunterricht ablegen. Je nach Schwimmabzeichen sind unterschiedliche Anforderungen beim Schwimmen zu erfüllen. Dazu gehört das Schwimmen einer bestimmten Strecke innerhalb einer gewissen Zeitvorgabe. Auch das Springen ins Wasser aus unterschiedlichen Höhen, das Heraufholen von Gegenständen vom Boden des Schwimmbeckens und das teilweise Tauchen. Auch Kenntnisse der Baderegeln und der Selbstrettung sind eine weitere Voraussetzung, um ein Schwimmabzeichen zu erhalten. Das Schwimmabzeichen in Gold kann erst ab einem Alter von 9 Jahren abgelegt werden.

Schwimmabzeichen für Erwachsene können ab einem Mindestalter von 18 Jahren erworben werden. Wie bei den Kindern und Jugendlichen gibt es unterschiedliche Schwierigkeitsgrade beim Schwimmen, Tauchen und Springen ins Wasser. Auch die Baderegeln und Regeln der Selbstrettung sind Grundlage zum Erwerb des Schwimmabzeichens.

Weitere Abzeichen beim Schwimmen sind der Jugendrettungsschwimmer ab 10 Jahren und der Rettungsschwimmer für Erwachsene.

Des weiteren wird ab einem Alter von 12 Jahren auch der Erwerb eines Schnorcheltauchabzeichens angeboten. Das Mindestalter hierfür sind 12 Jahre. Weiterhin sollte eine Tauchfähigkeit festgestellt worden sein. Dies ist bei bestimmten Ärzten möglich.

Warum Kinder/Erwachsene unbedingt das Schwimmen erlernen sollten?

Jedes Jahr kommen hunderte Menschen beim Baden und Schwimmen ums Leben. Im Jahr 2016 waren etwa 530 Menschen betroffen, im Jahr darauf etwa  400 Personen. Und jede Person die beim Schwimmen oder Baden ums Leben kommt, ist eine zu viel. Natürlich gibt es auch unvorhersehbare Situationen und Unglücksfälle, die niemand voraussehen kann und bei der auch der beste Schwimmer keine Chance gehabt hätte. Aber Tatsache ist, dass die meisten Menschen beim Schwimmen durch Leichtsinn, Übermut und Selbstüberschätzung ums Leben kommen. Daher ist es wichtig, Kindern frühzeitig das Schwimmen beizubringen und ihnen die Gefahren beim Baden  aufzuzeigen. Daher ist es wichtig, den Kindern und Jugendlichen klar zu machen, wie wichtig die Einhaltung bestimmter Regeln beim Baden und Schwimmen ist.

Ganz besondere Vorsicht sollten die Menschen beim Baden und Schwimmen in den deutschen Binnengewässern, Flüssen, Kanälen und Baggerseen walten lassen. In diesen Gewässern kommt es zu den meisten Badeunfällen mit tödlichem Ausgang. Das kommt daher, dass dort meist keine Rettungsschwimmer zur Verfügung stehen.

Aber nicht nur Kinder und Jugendliche sollten das Schwimmen erlernen. Auch wer als Erwachsener noch nicht schwimmen kann, sollte einen Schwimmkurs besuchen. Das Schwimmen ist unter professioneller Anleitung schnell und leicht zu erlernen. So sind die Erwachsenen ein gutes Vorbild für die Kinder. Außerdem dient es der eigenen Sicherheit.

Das Schwimmen in Seen, Flüssen und im Meer

Schwimmen in Seen und Flüssen

Viele Menschen nutzen in der warmen Jahreszeit die Möglichkeit im Freien zu Baden. Überall gibt es Seen und Flüsse. Das Baden und Schwimmen in den natürlichen Gewässern sollte aber mit Bedacht erfolgen. Vielerorts gibt es „wilde“ Badestellen. An diesen fehlen aber die Rettungsschwimmer. Also sollten alle, die dort Baden und Schwimmen entweder schwimmgeübt sein oder eine Begleitperson dabei haben, die sehr gut schwimmen oder im Notfall schnell Hilfe holen kann. Besonders bei Seen die man noch nicht kennt ist Vorsicht geboten. Ebenso bei Flüssen, die oft eine starke Strömung besitzen. Auch dort sollten sich nur erfahrene Schwimmer ins Wasser begeben.

Schwimmen in Nord- und Ostsee und dem Meer

Viele Menschen lieben das Meer. Dort seinen Urlaub zu verbringen und im Meer zu schwimmen ist für viele etwas Besonderes. An den Stränden der Nord-und Ostsee tummeln sich an warmen Tagen tausende Menschen und genießen die Sonne. Beim Baden und Schwimmen sollte jeder der nicht so geübt ist, dort ins Wasser gehen, wo Rettungsschwimmer angesiedelt sind. Da die Nord und Ostsee zum Teil  starke Strömungen aufweisen, sollte den Anweisungen der Rettungsschwimmer stets Folge geleistet werden. Besonders wichtig ist dies, wenn es stark windig ist. Bei hohen Windgeschwindigkeiten ist es zum Beispiel verboten Luftmatratzen und aufblasbare Spielzeuge mit ins Meer zu nehmen. Wer den Anweisungen der Rettungsschwimmer folgt, kann sich mit Sicherheit auf ein tolles Badevergnügen im Meer freuen und es rundherum genießen.

Wer einen Badeurlaub im Ausland gebucht hat, sollte sich vorab über die Gegebenheiten des jeweiligen Landes informieren.

DLRG

Der DLRG, die Deutsche-Lebens-Rettungs-Gesellschaft existiert seit dem Jahr 1913. Sie wurde in Leipzig gegründet, nachdem es auf Rügen einen schweren Unfall gab. Bei diesem Unglück brach ein Steg zusammen und etwa 15 Menschen starben. Die gemeinnützige Organisation mit etwa 500.000 Mitgliedern hat es sich seit damals zur Aufgabe gemacht, Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Dies geschieht in ungefähr 2000 Ortsvereinen mit ausschließlich ehrenamtlichen Helfern. Jedes Jahr stellt der DLRG die Rettungsschwimmer für die Nord-und Ostsee, so dass die Menschen dort gefahrlos baden können. Auch an vielen anderen Orten die zum Schwimmen einladen ist der DLRG vor Ort. Eine weitere wichtige Aufgabe der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft ist es, den Menschen das Schwimmen so früh wie möglich beizubringen, damit jeder in der Lage ist, sich im Wasser schwimmend zu bewegen. Die ehrenamtlichen Helfer dieser Organisation haben schon unzähligen Menschen das Leben gerettet und übernehmen mit großer Verantwortung einen wichtigen Teil in unserer Gesellschaft. Dazu zählt nicht nur die Wasserrettung sondern auch viele andere Rettungseinsätze in anderen Bereichen. Dies kann nicht hoch genug honoriert werden.

Bedeutung der Flaggen an den Stränden der Nord-und Ostsee

Wer an die Nord-oder Ostsee fährt sollte sich vorab über die Bedeutung der Flaggen an den Wachtürmen der Rettungsschwimmer informieren.

flagge baden erlaubt

Flagge baden erlaubt

Die rot-gelbe Flagge an den Stränden erlaubt das uneingeschränkte Baden.

Ist zusätzlich eine zweite gelbe Flagge am Mast hochgezogen, gilt ein eingeschränktes Badeverbot. Grund ist meistens, dass die Wasserbedingungen oder das Wetter nicht für ungeübte Schwimmer geeignet sind. Besonders Kinder und ältere Menschen sollten dann auf das Schwimmen im Meer verzichten.

 

Die rote Flagge gilt als Warnung

flagge baden verboten

Flagge Baden verboten

Ganz eindeutig zeigt diese Flagge an, dass das Schwimmen und Baden im Meer verboten ist. Daran sollte sich jeder halten. Durch hohen Wellengang, gefährliche Strömungen oder auch eingeschränkte Wasserqualität wird diese Flagge gehisst. Die Rettungsschwimmer verfügen über eine besondere Ausbildung und Erfahrung, so dass die rote Flagge auch nur anzeigt wird, wenn es nötig ist. Bitte achtet darauf und seid nicht leichtsinnig und widersetzt euch den Anweisungen.

 

Die schwarz-weiße Flagge kennzeichnet an Stränden den Bereich, an dem verschiedene Wassersportarten angeboten werden. In diesen Bereichen sollte auf das Schwimmen verzichtet werden.

In unserem Beitrag das Hobby Schwimmen findet ihr weitere Informationen rund um das Thema Schwimmen.

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